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Rezept im Mai – Hollerkücherl

Rezept im Mai – Hollerkücherl Posted on 8. Juni 2020Leave a comment

Wir lieben die Hollerkücherl, vielleicht auch, weil sie zeitlich nur sehr begrenzt hergestellt werden können.

Denn nur im Mai / Juni blüht der Holler (schwarzer Holunder).

Schon das Hollerblüten brocken (pflücken) ist ein einziger sinnlicher Genuss.

Eine Hollerblütenduftwolke hüllt mich ein, sobald ich mich unter unseren großen Hollerbusch begebe.

Die Insekten summen um mich herum und der Busch lässt Blüten in mein Haar segeln, Blütenstaub umwirbelt mich, ein erstes Gefühl für Sommer kommt auf und Dankbarkeit für ein so wunderbares Gewächs wie den Holunder.

Er ist eine sehr alte und vielseitige Heilpflanze: Früher gab es keinen Hof ohne ihn, man war der Ansicht, dass gute Geister im Hollerbusch für die heilende Wirkung verantwortlich sind.

Ich verwende seine Blüten getrocknet als Tee, im Winter ein gutes Hausmittel bei Erkältung. Er wirkt schweißtreibend und fiebersenkend auch lockert er Husten oder Schnupfen.

Jetzt im Spätfrühling backe ich damit Küchlein.

Dazu stelle ich einen Backteig aus 200 g Mehl, 1Prise Salz, 1/4 l dunklem Bier, 2 getrennten Eiern und 2 Teel. Öl her.

Die Herstellung funktioniert so, dass alle Zutaten gut vermengt werden, nur das Eiweiß wird getrennt steifgeschlagen und zum Schluß untergehoben.

Die an den „Sollbruchstellen“ (Blattachseln) gepflückten Dolden werden kurz in den recht dünnen Teig getaucht, gut abgetropft und in Öl ausgebacken. Am besten geht das in der Fritteuse, die ich nicht besitze und darum backe ich sie in der Pfanne mit reichlich Öl – geht auch.

Serviert werden die Hollerkücherl mit Zimtzucker und vielleicht mit Rhabarberkompott.

Übrigens, die Beeren des Holunder können im Herbst zu Saft verarbeitet oder auch getrocknet dem Tee zugesetzt werden. Sie wirken auch gut gegen Erkältungskrankheiten. Nur roh sollte man sie nicht essen.

Fein schmecken die Beeren auch als Mus oder Kompott in Kombination mit Äpfeln, Birnen oder Zwetschgen, eben allem was gerade so Saison hat!

Aber das ist schon ein anderes Thema und könnte ja im Herbst nochmal ein Artikel werden.

Nun erstmal gutes Gelingen und einen schönen Sommer!

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