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Unsere tödliche Sehnsucht nach Normalität

Unsere tödliche Sehnsucht nach Normalität Posted on 22. August 2020Leave a comment

Corona und Klimaerhitzung fordern von uns, endlich mal erwachsen zu werden und Verantwortung zu übernehmen.

Streben nach kurzfristigem, persönlichem Wohlfinden durch anarchische Ignoranz ist verständlich, aber auf Dauer ruinös. Es ist nicht möglich, die Probleme von morgen mit den Rezepten von gestern anzugehen. Wenn wir überleben wollen, müssen wir uns anstrengen und nicht unseren Versuchungen nachgeben.

Das gilt für Pandemiefragen:

  • „Endlich wieder Nullabstand, Parties, höhere Profite, …“
  • „Irgendwann muss doch mal Schluss sein mit Regeln“

ebenso wie für Klimaschutz:

  • „Endlich wieder breitere Straßen, mehr Parkplätze, günstigere Flugreisen, …“
  • „Irgendwann muss doch mal Schluss sein mit der Bevormundung“

Wer sich gegen objektive Notwendigkeiten (ich gehe davon aus, dass Faktenstreit hier kein Thema ist) mit dem Hinweis auf angeblichen Regelterror und Bevormundung wehrt, setzt sich dem Verdacht aus, die Pubertät noch nicht hinter sich zu haben.

Dumm ist nur, dass Politik und Gewerbetreibende offensichtlich größte Angst vor dieser durchaus bedeutenden Minderheit der ewig Uneinsichtigen haben.

Warum eigentlich haben sie keine Angst vor den Vernünftigen? Sind wir so wenige? Oder sind die einzig Vernünftigen die, die Freitags auf der Straße stehen?

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